Ringstedt
(Größe 26,13 qkm, 858 Einwohner)
In Blau ein goldener Ring, darin ein goldener
Adlerkopf mit rotem Schnabel und roter Zunge. Der Ring weist
auf den Ortsnamen hin. Der goldene Adlerkopf ist ein Sinnbild
des Gerichts und erinnert daran, daß Ringstedt im Mittelalter
als Hauptort einer Börde Gerichtsort gewesen ist
Ringstedt (mit den Ortsteilen Wüstewohlde und
Hainmühlen) ist eine Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Bad
Bederkesa mit überwiegend landwirtschaftlicher Struktur und
liegt von Wäldern umgeben auf einem Geestrücken etwa 25 km
östlich von Bremerhaven. Ringstedt war - das besagt der Name
- eine Thingstätte der vorchristlichen Sachsen und damit ein
religiöses und politisches Zentrum der Gegend. Darum wurde
der Ort auch bei der Einführung des Christentums als Platz
für eine Haupt -und Taufkirche ausgewählt. Alle Dörfer der
heutigen Samtgemeinde gehörten ursprünglich zum Kirchspiel.
Im 13. Jahrhundert wurden Flögeln und Bederkesa selbständig,
verblieben aber in der Börde Ringstedt. Kurz nach 1600 muß
auch die erste Schule eingerichtet worden sein, denn es wird
von einem Schulmeister berichtet. Dieser war zugleich Küster
und Organist an der St. Fabians-Kirche. Die Kirche gehört
heute der Evangelisch- lutherischen und Evangelisch-reformierten
Kirchengemeinde gemeinsam, deren Mitglieder in den acht umliegenden
Dörfer wohnen. Die Wassermühle zu Hainmühlen, zuerst um 1400
urkundlich erwähnt, wurde als landesherrliche Mühle von Pächtern
betrieben und profitierte bis 1850 vom Mahlzwang, der sich
über sieben Dörfer erstreckte.
Der ruhesuchende Gast findet bei Bauemfamilien
in alten gediegenen Höfen familiäre Unterkunft. Neben einem
Besuch der St. Fabians - Kirche und der Wassermühle in Hainmühlen
lohnt sich auch ein Spaziergang durch die ausgedehnte Feldmark,
ins nahe Mietenmoor oder in die umliegenden Wälder.