Probesitzen in der Kuschelecke (von links): Superintendent Siegfried Bochow, Kirchenvorstand Ursula von Thaden und Gemeindepastor Herbert Follrichs freuen sich, dass die Krabbelgruppe im „Regenbogenhaus“ so gut und regelmäßig angenommen wird. Unter dem Dach des Gebäudes treffen sich viele Interessengruppen. Foto as

 

Das „Regenbogenhaus“ braucht Hilfe

Kirchenkreis fehlt das notwendige Kleingeld, um das multifunktionale kleine Gemeindezentrum in Drangstedt zu unterhalten

 

VON ANDREAS SCHOENER

 

DRANGSTEDT. „Wir wollen das ,Regenbogenhaus’ gerne halten“, sagt Herbert Follrichs, Gemeindepastor von Drangstedt und Elmlohe, „doch alleine schaffen wir das nicht.“ Es fehlt – wie fast immer und überall – am nötigen Kleingeld. Dabei bietet

das Gebäude am Kiefhorst nicht nur Christenmenschen eine regelmäßige Anlaufstelle.

Doch sie sind es in erster Linie, die einmal pro Monat einen Gottesdienst im „Regenbogenhaus“ feiern. Rund 30 Personen treffen sich auf Einladung von Pastor Follrichs in der Regel an jedem dritten Sonntag, um die frohe Botschaft zu hören, sagt Superintendent Siegfried Bochow, der an diesem Morgen gemeinsam mit dem Gemeindepastor und Kirchenvorstand Ursula von Thaden den Ernst der Lage bespricht. Dabei räumt der leitende Vertreter des Kirchenkreises ein, dass auch die Kirche Geld sparen müsse und deshalb auf öffentliche, beziehungsweise private Spenden dringend angewiesen sei.

Auch Konfirmanden dabei

Ein Engagement fürs „Regenbogenhaus“ lohne sich jedoch allemal, sagt Bochow. „Drangstedt hat nie eine eigene Kirche gehabt“, betont der leitende Geistliche und verweist beim Rundgang unter anderem darauf, dass sich alle zwei Wochen die Konfirmanden zum Unterricht hier treffen. Auch die Krabbelgruppe ist einmal pro Woche im Haus. Ein großer Raum mit Spielzeug mache das Verweilen von Mutter und Kind zur abwechslungsreichen Angelegenheit. Doch damit nicht genug: Auch die Kirchenband „Evanju“ hat einen Probenplatz im Haus gefunden, gelegentlich gibt’s sogar eine Disco der Evangelischen Jugend. „Das ,Regenbogenhaus‘ ist ein kleines, multifunktionales Dorfzentrum“, sagt

Pastor Herbert Follrichs. „Es wäre schade, wenn sich nicht ehrenamtliche Kräfte finden würden und ein paar entschlossene Sponsoren.“ Natürlich müsse die Kirche als Hauptnutzer des „Regenbogenhauses“ die Hauptlast tragen, doch der Aufwand sei einfach enorm. Follrichs und Bochow überschlagen die Summe der jährlichen Betriebskosten auf rund 5000 bis 7000 Euro. Ohne Spenden sei das nicht zu leisten. „Wir sind überzeugt, dass in Drangstedt genügend Potenzial vorhanden ist, dieses Haus auch langfristig zu tragen“, betonen Bochow und Follrichs.

Hoffen aufs Ehrenamt

Die Gemeinde Drangstedt hat sich bis auf weiteres aus dem aktiven Sponsoring verabschiedet. Wie Bürgermeister Peter Pommer auf Anfrage mitteilte, habe man niemanden gefunden, der die Arbeit des zwischenzeitlich aufgelösten Ortsjugendringes weiterführt und die Räumlichkeiten im Obergeschoss entsprechend herrichtet. „Auch wir wollen das Haus gerne erhalten“, erklärte Pommer, „doch ohne die ehrenamtliche Arbeit der Jugendlichen geht das nicht.“ Weiterhin müsse die verlässliche Öffnung der Jugendräume mit einem festen Ansprechpartner vorab geklärt sein, betonte Bürgermeister Pommer.

 

Helfer und Spender

Das Kirchenkreisamt Wesermünde-Hadeln freut sich über fleißige Helfer und Spender. Kirchenvorstand Ursula von Thaden steht unter! 04704/448 mit weiteren Informationen gern zur Verfügung.

 

(aus der Nordsee-Zeitung vom 24.02.2010)

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