Frühgeschichte

Altsachsen

 

Die Samtgemeinde Bederkesa liegt im Elbe-Weser-Dreieck. In der frühen Geschichte waren hier die Altsachsen beheimatet. Die Bezeichnung „Sachsen“ ist weit verbreitet. So taucht dieser Begriff etwa in dem Namen dreier deutscher Bundesländer auf. Seinen Ursprung hat der Name bei den germanischen Stämmen des 4. bis 7. Jahrhunderts. Diese haben besonders in ihrem Kerngebiet, dem Elbe-Weser-Dreieck zahlreiche Spuren hinterlassen.

 

Die Entstehung des Stammes „Saxons“, seine Genese, lässt sich aus archäologischen Quellen, den Gräberfeldern und Siedlungen des norddeutsches Küstengebietes erklären. Im archäologischen Fundgut der Fundorte Feddersen Wierde, Sievern, Fallward, Flögeln und Loxstedt zeichnet sich auf den Geestgebieten von der Unterweser bis zu den Nordfriesischen Inseln ein zusammengehöriger Formenkreis für die letzten Jahrhunderte vor Christi Geburt ab.

 

Bei allen Bemühungen und Definition von Stämmen oder Gruppen mithilfe archäologischer Funde oder historischer Quellen bleibt festzuhalten, dass die Sachsen ihre Zugehörigkeit nicht durch objektive Kriterien sondern durch ein gemeinsames Bewusstsein bestimmt haben. Dieser subjektive Faktor ist im Frühmittelalter für die ethische Identität ausschlaggebend. Namengebend wurde der „Sax“ ein langes Messer bzw. einschneidiges Hiebschwert. Eine weitere Quelle für den Namen der Altsachsen stammt aus der gemeinsamen Götterwelt. Nur die Sachsen kannten und verehrten einen Gott „Saxnoth“.

 

Anders als viele wandernde Germanenstämme der Völkerwanderungszeit und des frühen Mittelalters behielten die Sachsen bzw. die mit ihnen verbundenen westgermanischen Stämme ein „stabiles Hinterland“. Die Siedlungsgebiete in ihren Kernlanden im Elbe-Weser-Dreieck und an der Nordseeküste blieben von den Anfängen in der Zeit vor um um Christi Geburt bis in die Karolingerzeit durchgehend sächsisch. Aus Sicht der Bewohner des römischen Galliens und Britaniens wurden die Sachsen als Seeräuber „Piratae“ betrachtet.

 

Bei den Siedlungsformen fassen wir mit den Wurthen und Warften in der Marsch eine ganz eigenartige landschaftstypische Siedlungsform von lang anhaltender Kontinuität. Hingegen lässt sich bei den westl. ausgedehnten Ansiedlungen auf der Geest ein nicht so stetiges Verharren am gleichen Ort beobachten

 

Noch heute weist das Bundesland Niedersachsen eine starke territoriale Übereinstimmung mit den sächsischen Siedlungsgebieten der römischen Kaiserzeit und des Frühmittelalters, also den der hier betrachteten Altsachsen auf.

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